Klöster - Der Heilige Benedikt

„Das Kloster soll, wenn möglich, so angelegt werden, dass sich alles Notwendige, nämlich Wasser, Mühle und Garten, innerhalb des Klosters befindet ...

Aus der Regel des heiligen Benedikt, Kap.66

 

Wie würde man heute einen Mönch bezeichnen? Hat er dem „weltlichen“ Leben entsagt, ist er ein besonders gläubiger Christ oder ist er Einsiedler? Bei unseren Recherchen begannen wir mit dem Heiligen Benedikt, der als Patriarch des abendländischen Mönchtums zählt. Bereits als junger Mensch wusste er, dass der Sinn des Lebens nicht in Reichtum oder Macht – sei es kirchlicher oder politischer Art – besteht. Sein rigoroser Rückzug aus der menschlichen Gesellschaft war in dieser Zeit ja keine Ausnahmeerscheinung, war das Einsiedlertum des Orients längst auch in Gallien und Italien verbreitet.

Doch das gewählte Einsiedlertum fernab der Menschheit führte in weit weg vom Leben der Kirche, so dass er gar das Osterfest vergaß: Die Erscheinung des Herrn im Traumgesicht eines Priester machte ihm klar, dass der einzig angemessene Ort für die Gottsuche die Kirche ist. Was an jenem Ostermorgen geschah, ist so groß, dass es Niederschlag in der Mönchsregel fand. Ostern ist noch immer das zentrale Fest im Leben der Regel – die Fastenzeit ist das Leben der Mönche hin auf dem Weg zu jenem Osterfest. Die Sorge des Hirten, Lehrer und Vaters ließ Benedikt diese Jahrhunderte dauernde und bis heute nicht veraltete Lebensordnung schreiben.


    
 
 
  




   

 

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