Alle Wege führen nach Lorsch

Lorsch
  
Königshalle Lorsch  

Wohin man in der Kurpfalz auch wandert, schaut oder nur hört – alle Wege führ(t)en zum Kloster Lorsch, einst das mächtigste Monasterium in der Kurpfalz. Fast alle unsere Mitgliedsgemeinden finden ihre erste Erwähnung in einer Schenkungsurkunde des Klosters, waren im Besitz des Bistums Worms und erlebten ruhmreiche Zeiten, aber auch blutige Auseinandersetzungen, die ganze Dörfer und Grafschaften vernichteten.

Die Anfänge als klösterliche „Niederlassung“ wirken zunächst recht bescheiden: Einer der damals bekanntesten Familien der fränkischen Oberschicht - Rupertiner Wiiliswinda und ihr Sohn Gaugraf Concor – gründeten um 764 ein kleines Kloster, weihten es den Aposteln Petrus und Paulus und schenkten es Erzbischof Chrodegang von Metz, dem einzigen Erzbischof nördlich der Alpen. Er entsandte die ersten Mönche in das Kloster und brachte ihm Reliquien aus Rom – die Garantie eines raschen Aufstiegs für jedes Kloster!

Der schnell erworbene Reichtum durch Schenkungen entzündete ebenso schnell einen Rechtsstreit, der bis vor die letzte juristische Instanz – Karl den Großen – getragen wurde. Dieser entschied zu Gunsten Gundelands, der wiederum die Abtei samt allem Grundbesitz dem König schenkte. Damit wurde aus einem adeligen Eigenkloster ein Königskloster und nun beteiligten sich alle Schichten der Zeit an weiteren Schenkungen, schließlich waren die Geschenke nicht nur eine „Investition in das eigene Seelenheil“ sondern ein dem „Herrscher wohlgefälliger Akt“ ... 

Doch die kommenden Jahrhunderte brachten neue Streitigkeiten, neue Herrscher und neue Mönche: Aus der ehemaligen Benediktinerabtei wurde ein Zisterzienserkloster bis um 1248 Prämonstratenser aus dem Schwarzwald das Kloster besiedelten. Diese Gemeinschaft erlebte dann 1461 die Verpfändung des Klosters an die Kurpfalz, als unter Kurfürst Ottheinrich von der Pfalz die Reformation durchgesetzt und das Kloster aufgelöst wurde.

Die ausführlichen Details zur Geschichte des Klosters Lorsch finden Sie im Internet unter
www.kloster-lorsch.de
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