Stift Neuburg - Stätte des liturgischen Geistes


  
Stift Neuburg  

Eng mit der Geschichte des Klosters Lorsch verbunden ist Stift Neuburg, die Benediktinerabtei in Heidelberg am Neckar. Die Klosteranlage soll einst als „Filiale“ des Lorscher Mutterklosters entstanden sein und wurde 1165 dem Benediktinerorden unterstellt. 1598 bereits aufgelöst, nutzte Kurfürstin Luise Juliane die Abtei als Landsitz. Später diente sie als „adliges Damenstift“ und kam in den Besitz der Jesuiten.

Seit 1804 in privater Hand entwickelte sich die Stätte unter Johann Friedrich Heinrich Schlosser, einem Neffen Goethes, zu einem Begegnungszentrum der Heidelberger Romantiker. Seit 1926 beten und arbeiten wieder Benediktinermönche im Kloster.

Verhalten, fast ängstlich rief die Glocke einst zum Gebet. Kein Wunder, sollte doch aus dem Haus ein Romantiker-Museum entstehen. Doch die Mönche siegten und waren unter dem ersten Abt Adalbert von Neipperg erfolgreich in ihrem Wirken. Natürlich bleib auch die Abtei nicht von den Kriegswirren verschont und schrumpfte auf 16 Mitglieder.

Ein mit hohen Persönlichkeiten besetzter Förderverein unterstützt seit ca. 2 Jahren die Bemühen des jetzigen Abtes. Heute ist die Abtei ein Ort, der „Antwort auf die Probleme des Lebens“ geben kann, der partnerschaftlich mit der Stadt zusammenarbeitet und über 30 000 teils sehr wertvollen Bücher beherbergt. Dies war gar nicht so leicht, zumal Anfang 2003 Stift Neuburg ins Denkmalbuch eingetragen wurde. Jede bauliche Veränderung muss nun von Denkmalschützern „abgesegnet“ werden, auch wenn das Dach der einstigen Bibliothek undicht ist. ..

Heute ist die „Stätte des liturgischen Gebets“ kein Museum mit Menschen, sondern eine offene Einkehrstelle für Gläubige und auch einfach neugierige Besucher, die sich mit dem Leben der heutigen Benediktinermönche befassen. Besonders beliebt sind die Rundgänge durch den Garten, die nach alter Mönchstradition geführt werden, der selbstgemachte Klosterlikör  sowie die Forellen aus eigener Zucht. Im Klosterladen findet man außerdem selbstgefertigte Terrakotta Töpfe, Gartenaccessoires, Bücher und Kunstkarten. Wer zum Ausgleich seines oft hektischen Alltags in einem der klösterlichen Betriebe mithelfen möchte, kann das vorab mit dem Gastpater vereinen.

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Internet: www.abtei-neuburg.de


    
 
 
  




   

 

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