Prozession durch festlich geschmückte Orte - Wallfahrten

Die Hauptwallfahrtszeit beginnt immer am Sonntag nach Pfingsten mit dem Fest der Heiligen Dreifaltigkeit und erstreckt sich über vier Wochen. An den während dieser Zeit besuchten Orten verehren die Gläubigen unterschiedliche Heilige, Selige und Reliquien, viele suchen die Gemeinschaft mit anderen Gläubigen, einige Orte der Stille und Besinnung, andere wiederum wollen einfach danken und beten. Längst sind es nicht nur ältere Menschen, sondern auch junge Leute bezeugen ihren Glauben.

An Fronleichnam finden in fast allen Gemeinden der Kurpfalz große Prozessionen durch festlich geschmückte Straßen statt. Die Gottesdienste werden dabei von Bischöfen aus den unterschiedlichsten Bistümern Deutschlands, aus den Partnerstädten im Ausland und aus weiteren Teilen Europas gestaltet.

 

Die Wallfahrt „Zum Heiligen Blut“ in Walldürn geht auf ein Geschehen zurück, das sich um 1330 ereignete: Ein Priester namens Heinrich Otto stieß während der heiligen Messe versehentlich den Altarkelch um – der Wein ergoss sich auf das darunter liegende Korporale und es zeichnete sich das Bild des Gekreuzigten, umgeben von Elf „Veronicae“ (so heißen im Volksmund die Abbildungen, die das mit Dornen umwundene Haupt Christi zeigen) ab.

Der Priester verbarg voll Schrecken das Tüchlein unter der Altarplatte und bekannte sich erst auf dem Sterbebett zum Geheimnis des „blutigen Korporales“. Als man das Tuch an der angegebenen Stelle fand, verbreitete sich die Nachricht dieses Wunders sehr schnell und die ersten Pilger kamen zur Verehrung des kostbaren Blutes nach Walldürn.


    
 
 
  




   

 

Google+ Facebook Twitter YouTube vimeo Flickr