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Im Geist des Weines ...
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| evangelische Kirche |
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„Ich bin der Weinstock ihr seid die Reben ...“ war bereits ein Leitfaden von Jesu für seine Jünger und wo könnte dies gläubiger befolgt werden, als von den Mönchen? In Schriesheim war um 764 das weit entfernte Kloster Ellwangen größter Grundbesitzer am Ort. Infolge der starken Stellung Ellwangens konnte die Abtei Lorsch nie richtig Fuß fassen, so dass im Lorscher Codex wenig über das kirchliche Leben zu finden ist. Überlieferungen zufolge muss jedoch das Dreieck unterhalb der Mühle kirchliches Gebiet gewesen sein und unmittelbar hinter der Dorflinde dürfte eine erste Kirche in Schriesheim gestanden haben, geweiht dem Schutzheiligen St. Vitus. Aus dieser Epoche sind uns jedenfalls die Namen zweier Pfarrer überliefert: Ein Priester Conrad (1197) und ein Leutpriester (plebanus) Hermann (1240). Die Besetzung der Pfarrstelle war wohl von Anfang an Sache der Grafen von Ellwangen, denn das Kloster hatte als Erbauer der Kirche auch das Patronatsrecht. „Entlohnt“ wurden die Pfarrer übrigens mit der Erlaubnis, die Äcker und Weinberge des Pfarrguts für die Dauer ihrer Amtszeit zu nutzen und Grundzinsen auf bestimmte Privatgrundstücke zu erheben für die heutige „Weinstadt Schriesheim an der Bergstraße“ sicherlich ein Grundstein für die überaus ertragreichen Weinberge. Heute dient der historische „Zehntkeller“ für fröhliche Feste, Veranstaltungen und Theateraufführungen ...
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katholische Kirche |
Als Vögte des Klosters Ellwangen wurden um die Mitte des 13. Jahrhunderts die Herren von Strahlenburg mächtig. Sie gründeten am Fuße des Ölbergs eine Stadt, die im Laufe des 14. Jh. mit dem „Dorf im Tal“ zusammenwuchs die Burgruine Strahlenburg ist heute noch Wahrzeichen der Weinstadt. In dieser Zeit überließ Strahlenberg wohl die Besetzung der Pfarrstelle dem Bischof von Worms, bis nach einigem Hin und Her zwischen Strahlenberg und Ellwangen 1456 Schönau das Patronat über die Kirche mit „allen Rechten und Pflichten“ erhielt. Zahlreiche Kruzifixe und Kapellen rings um das Dorf zeugen von jener tiefen Frömmigkeit des Spätmittelalters. Im 15. Jh. war übrigens Peter von Bolanden Pfarrer, der als „Petrus Bolandus“ sehr rege an den Bestrebungen des Heidelberger Humanistenkreises teilnahm.
Aber auch Schriesheim blieb nicht verschont von den religiösen Veränderungen und der überall sich durchsetzenden Reformation der Kirche. Frömmigkeit, Konflikte und Verfolgungen plagten die Gemeinde und Kirchenbau oder Glockenfrage waren nicht die einzigen Sorgen der Schriesheimer Reformierten. Doch heute sind katholische und evangelische Pfarrgemeinde vereint für ihre „Schäfchen“ tätig und werden längst über die Kirchenkassen direkt entlohnt ...
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