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Eine Gemeinde - drei Kirchen
Nur wenige Kilometer weiter entdecken Sie einen anderen massiven Kirchturm: Den „Zwiebelturm“ der Evangelischen Kirche in Großsachsen. Der Giebel ist im Barockstil erbaut und krönt eine durch Eckpfeiler geschmückte Fassade. Besonders beeindruckend ist das leuchtende Glasfenster mit dem Bild des predigenden Heilands, das von allen Kirchenplätzen aus gesehen wird. In dem eher schlichten Kirchenraum wirkt es wie eine himmlische Erscheinung. Die ursprüngliche Kirche wurde während des Pfälzischen Erbfolgekrieges 1673 komplett zerstört. Etwa 15 Jahre später wurden Turm und Kirche wieder restauriert, jedoch so mangelhaft, dass „der Wind die Kerzen erlöschen ließ und die Hostie Gefahr lief vom Abendmahltische geweht zu werden ...“ Auch diese Kirche erlebte den ständigen Wechsel zwischen evangelischem und katholischem Gottesdienst. Durch einen Platztausch zwischen Kirchenbehörde und Grafschaft überließ Graf Theodor von Wiser der katholischen Gemeinde einen Teil seines Gemüsegarten den früheren „Wassergarten“. Als Ersatz erhielt der Graf wiederum den bisherigen Kirchplatz vor seinem Schloss. Unter Pfarrer Kästel entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf dem neu erhaltenen Gelände eine Kirche im neugotischen Stil nach Plänen des erzbischöflichen Bauamtes von Heidelberg: Die katholische Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Johannes Baptist. Ein Meisterwerk der Holzschnitzerei ist der Chor mit dem Marienaltar, der das schwarze Gnadenbild von Loreto birgt. Wie ein mächtiger prächtig verzierter Rahmen umschließt der Altar das Gnadenbild. |
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