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Apostel Johannes oder Johannes der Täufer?
Vielleicht nicht ganz so harmonisch war das Gemeindeleben der beiden Kirchengemeinden in Neuenheim und Handschuhsheim, ebenfalls zwei Stadtteile von Heidelberg. Die einstige kleine Dorfkirche von Neuenheim wurde Johannes dem Täufer geweiht, war eine sogenannte Tochterkirche und stand wahrscheinlich mit der Machterweiterung der Benediktinerabtei Lorsch in Verbindung. Nach der Reformation ging die Kirche an die Lutheraner, doch es gab weiterhin Katholiken, welche die Kirche nutzten. Die Messe an hohen Feiertagen musste jedoch in der Hauptkirche in Handschuhsheim besucht werden und auch nur dort durfte das Sakrament der Taufe gespendet werden. Natürlich gab es dadurch Streitigkeiten bezüglich der Instandhaltungen und führte letztendlich zu bedauernswerten Zuständen die Kirche zerfiel, übrig blieb nur der Turm, der heute ein Wahrzeichen des Stadtteils Neuenheim darstellt. Entstanden ist vor ca. 100 Jahren eine neue „Johanniskirche“, die um 1902 dem Apostel Johannes geweiht wurde. Doch ob Täufer oder Apostel schön ist der neugotische Bau der Kirche allemal ...
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