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Kirchen - Klöster - Konfessionen
Eine Pilgerreise in die
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Zu Fuß durch die Kirchengeschichte
Rockkonzert und Gospelchor

 

Theologische Aussageabsichten

Kaiserdom in Speyer
Die Kirchenbaukunst war von Anfang an auch mit theologischen Aussageabsichten verbunden: Der Grundriss ist ein Kreuz und verweist auf den Erlösungstod Jesu Christi. In der Ausrichtung nach Osten strebt sie der aufgehenden Sonne entgegen, dem Symbol der Auferstehung. Zugleich öffnet sich über dem Altar, in der Kuppel, der Himmel. Besonders beeindruckend ist diese Baukunst beim Kaiserdom in Speyer. Auch  die Zahlenverhältnisse haben eine religiöse Bedeutung: Die zwölf Pfeiler des Langhauses verweisen auf die Apostel, auf deren Lehre die Kirche gründet ist. Die „majestätische“ Größe des Raumes soll den staunenden Betrachter an sein menschliches Maß erinnern, ihn einstimmen auf das Größere und Höhere – auf Gott.

Der erste salische Kaiser Konrad II. begann um das Jahr 1030 mit dem Bau des Domes. Als wahrhaft kaiserlicher Bau überragte der Dom bald Stadt und Land. Der Sohn Heinrich III. führte den Dombau emsig weiter und brachte die ersten Reliquien vom Hl. Kreuz bis hin zum Haupt des Märtyrerpapstes Stephanus. Konrads Enkel Heinrich IV. krönte das Werk Dank seiner genialen Baumeister Benno von Osnabrück und Otto von Bamberg, in dem er das gewaltigste Gotteshaus der damaligen christlichen Welt errichten ließ.

Die Krypta,
ältester Bauteil des Doms
Nachdem Konrads Urenkel Heinrich V., der letzte Salier,  die Lossprechung seinesVaters vom Kirchenbann erreichte, begrub er am 14. August 1111 die Gebeine seines Vaters in großer Feierlichkeit im Dom und gab der dem Kaiserhaus so treu ergebenen Bürgerschaft weitere wertvolle Privilegien.

Nach der Zerstörung der Stadt 1689 begann der energische Fürstbischof August von Limburg-Styrum mit dem ersten Wiederaufbau, scheiterte jedoch an den fehlenden Mitteln. 1804 sollte der Dom zu Ehren Napoleons sogar ganz abgerissen werden, man machte gar den Vorschlag, an der Stelle einen „Rinder- oder Saumarkt“ anzulegen – seit 1981 gehört der Kaiserdom zu den Welterbestätten der UNESCO und muss solche Vorhaben nie mehr befürchten ...

Detaillierte und ausführliche Informationen zum Bau, Wiederaufbau, Krypta und anderen Teilen des Domes finden Sie im Buch von Fritz Klotz „Kleiner Stadtführer von Speyer“, erhältlich über die Tourist Information in Speyer


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