Kirchen - Klöster - Konfessionen
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"Uffruhr in Speyer ..."

Gedächtniskirche
ist nicht  nur der Titel einer spannenden Stadtführung durch das Mittelalter, sondern zeugt auch von bischöflicher Stadtherrschaft, politischen „Irrungen und Wirrungen“: Mit der Zerstörung der Stadt an Pfingsten 1689 wird eine erfolgreiche Epoche abrupt beendet. Auf Befehl Ludwig XIV wird die Stadt niedergebrannt, Teile des mächtigen Kaiserdomes zerstört und die Einwohner vertrieben. Erst neun Jahre später, also 1698, kehren die Bürger allmählich zurück und Baumeister J. P. Graber beginnt nach dem Vorbild der Frankfurter Katharinenkirche mit dem Wiederaufbau der „Dreifaltigkeitskirche“. Besonders gut erhalten sind heute noch der Innenraum, den ein wunderreich bemaltes Holzgewölbe schmückt, sowie die Holzschnitzereien an Kanzel, Altar und Empore von Chr. Dathan.

Neben dem weltberühmten Kaiserdom St. Peter (UNESCO-Weltkulturerbe) und der schönen Dreifaltigkeitskirche besitzt Speyer noch fünf weitere Kirchen, deren Besuch lohnenswert ist: Auf der südlichen Johannesstraße liegt die „Heiliggeistkirche“, das erste Gotteshaus der reformierten Gemeinde Speyers, erbaut 1700 – 1702, und wenige Meter weiter auf dem St. Guido-Stifts-Platz die „Bernharduskirche“ – auch Friedenskirche genannt -, die um 1953 von Franzosen und Deutschen gemeinsam gebaut wurde und ein Zeugnis moderner Architektur darstellt, sowie die gotische Kapelle „Unsere liebe Frau“ (erbaut 1516) im danebenliegenden Adenauerpark. Unmittelbar gegenüber der Gedächtniskirche der Protestation (1890-1904) liegt die katholische St. Joseph-Kirche (erbaut 1912-1914); in der Predigergasse gelangt man zur Seminarkirche St. Ludwig, die noch Reste der 1266 ff. erbauten Dominikanerkirche birgt. Leider wurde auch sie beim großen Brand zerstört und musste 1698 wieder hergestellt werden. Mit dem Bossweiler Altar und einem gewirkten Antependium besitzt die Kirche übrigens zwei bedeutende Kunstwerke der Spätgotik.
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